Waschen - eine spannende Geschichte


Erste historische Berichte über die Herstellung von Seife stammen aus der Zeit der Assyrer vor rund 5000 Jahren. Man bereitete aus Holzasche einen Sud, die Pottasche, in dem man pflanzliche oder tierische Fette kochte. Der stark alkalische Anteil der Asche spaltete das Fett zu Seife, die nach dem Erkalten der Flüssigkeit oben schwamm und abgeschöpft werden konnte.

Mit der Entdeckung von Soda und Natronlauge gelang es dann, Seife in heutiger Qualität herzustellen. Diese bildet ein hervorragendes Waschmittel. Sie reinigt, indem sie dem Wasser die Oberflächenspannung nimmt, sich unter die Schmutzschicht schiebt und diese schonend ablöst. Der Schmutz wird in der Seifenlösung weggespült.

Die natürliche Seife ist aber außerordentlich kalkempfindlich und lagert sich als Kalkseife bei "hartem" Wasser auf dem Gewebe ab. Die Menge an pflanzlichen und tierischen Fetten reicht auch nicht aus, den wachsenden Bedarf der technisierten Welt zu decken. Schon in den 20er-Jahren wurde daher versucht, die natürlichen Seifen chemisch "nachzubauen". Die Ergebnisse waren unwirtschaftlich. Erst in den 50er-Jahren gelang es, synthetisch und preiswert einen Grundstoff mit überlegenen Wascheigenschaften herzustellen. Der Waschmittelmarkt veränderte sich vollständig.

Dieser Grundstoff "Tetrapropylenbenzolsulfonat" besaß jedoch eine verzweigte paraffinische Seitenkette und war damit ausgesprochen umweltfeindlich. Die Flüsse konnten die Waschmittelreste nicht biologisch abbauen, es bildeten sich riesige Schaumberge. Ab 1964 wurde seine Verwendung nicht mehr zugelassen. Es begann der Siegeszug des umweltfreundlichen, linearen Alkylbenzolsulfonats, LAS.

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